In großen Übersetzungsprojekten kommt es häufig vor, dass ein sehr hoher Anteil des Inhalts aus Wiederholungen besteht. Gerade bei technischen Dokumentationen, Software-Texten oder regelmäßig aktualisierten Dateien sind oft nur wenige Prozent wirklich neu, während der Rest identisch oder nahezu identisch ist. Wer solche Projekte ohne Vorbereitung übersetzt, verursacht unnötige Kosten und zusätzlichen Aufwand.
Eine sehr effektive Methode ist es, zuerst die Trados Wiederholungen zu exportieren, separat zu übersetzen und anschließend das Translation Memory zu aktualisieren.
Viele Anwender kennen diese Funktion in Trados nicht, obwohl sie besonders bei großen Projekten enorme Vorteile bringt.
Warum es sinnvoll ist, Trados Wiederholungen zu exportieren
Wenn ein Projekt aus vielen Dateien besteht, enthält es oft hunderte oder tausende identische Segmente.
Wird das Projekt direkt übersetzt, müssen diese Wiederholungen immer wieder verarbeitet werden, obwohl sie eigentlich nur einmal übersetzt werden müssten.
Wenn man stattdessen zuerst die Trados Wiederholungen exportiert, kann man:
- identische Segmente gesammelt bearbeiten
- ein sauberes Translation Memory aufbauen
- Vorübersetzungen deutlich verbessern
- Übersetzungskosten reduzieren
- Konsistenz erhöhen
Gerade bei Projekten mit sehr hohem Wiederholungsanteil kann dieser Workflow einen großen Unterschied machen.
Workflow: Trados Wiederholungen exportieren und separat übersetzen
Der Ablauf ist einfach und lässt sich in wenigen Schritten umsetzen.
Zuerst werden die Wiederholungen aus dem Trados-Projekt exportiert.
Dabei entsteht eine einzelne SDLXLIFF-Datei, die alle identischen Segmente enthält.
Diese Datei kann anschließend separat übersetzt werden, zum Beispiel:
- mit einem klassischen Übersetzungsworkflow
- mit Post-Editing
- oder mit einer KI-gestützten Lösung wie ownvia
Gerade bei großen Projekten kann ownvia dabei helfen, Wiederholungen schnell vorzubereiten und anschließend gezielt zu prüfen, bevor sie in das Translation Memory übernommen werden.
Wichtig ist, dass die exportierten Wiederholungen vor der weiteren Verwendung überprüft werden.
Idealerweise werden sie lektoriert oder post-editiert, damit später alle identischen Segmente automatisch mit einer geprüften Übersetzung gefüllt werden.
Translation Memory aktualisieren und Projekt vorübersetzen
Nachdem die Wiederholungen übersetzt und geprüft wurden, werden sie in das Translation Memory importiert.
Danach kann man das gesamte Projekt vorübersetzen.
Da alle Wiederholungen bereits im Translation Memory vorhanden sind, werden große Teile des Projekts automatisch korrekt gefüllt.
Der tatsächliche Übersetzungsaufwand reduziert sich dadurch auf die wenigen neuen Segmente.
Gerade in Kombination mit KI-gestützten Workflows, zum Beispiel mit ownvia, lässt sich dieser Prozess noch weiter optimieren, weil Wiederholungen schnell vorbereitet, geprüft und konsistent übernommen werden können.
Das Ergebnis:
- weniger manueller Aufwand
- niedrigere Kosten
- höhere Konsistenz
- schnellerer Projektabschluss
Video: Trados Wiederholungen exportieren Schritt für Schritt
In meinem Video zeige ich Schritt für Schritt, wie man Trados Wiederholungen exportieren kann, wie man diese separat übersetzt und wie man anschließend das Translation Memory aktualisiert.
Link zum Video: Trados Wiederholungen exportieren
Dieser Workflow eignet sich besonders für große Projekte mit vielen Dateien und hohem Wiederholungsanteil und lässt sich sehr gut mit modernen KI-Tools wie ownvia kombinieren, um Übersetzungsprozesse effizienter zu machen.
Wer regelmäßig mit Trados arbeitet, sollte diese Methode unbedingt kennen.


