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Der Einfluss der neuen KI-Verordnung auf Übersetzungsprozesse

Ein Wendepunkt für die Übersetzungsbranche

Dies ist Teil einer Beitragsreihe, in der wir den Einfluss der KI-Verordnung auf Übersetzungsprozesse und die Integration von Künstlicher Intelligenz in die Übersetzungswelt beleuchten. In den vergangenen Wochen haben wir bereits über Gewohnheiten und die KI-Verordnung gesprochen. Nun widmen wir uns noch detaillierter der Verordnung und stellen in den folgenden Beiträgen vor, wie Sie einen technologiegetriebenen Übersetzungsprozess effizient organisieren können, um die Produktivität zu steigern. Von Artikel zu Artikel geben wir Tipps, wie man die neue Technologie integrieren kann, welche Vorteile sie bietet und welche Aspekte sie nicht übernehmen kann.

Die neue KI-Verordnung der EU markiert einen Wendepunkt für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in verschiedenen Industrien, insbesondere auch durch ihren Einfluss auf die Übersetzungsprozesse. Diese Verordnung soll sicherstellen, dass KI-Systeme in Europa verantwortungsvoll, sicher und transparent genutzt werden. Doch welche konkreten Auswirkungen wird dies auf die Übersetzungsprozesse haben?

Strengere Anforderungen der KI-Verordnung an Übersetzungsprozesse

Die Verordnung führt neue Regularien ein, die KI-Tools einer Risikobewertung unterziehen. Systeme, die in der Übersetzung verwendet werden, fallen häufig in die Kategorie der „High-Risk“-Anwendungen, insbesondere wenn sie für geschäftskritische Dokumente genutzt werden. Anbieter von Übersetzungssoftware müssen zukünftig umfangreiche Nachweise erbringen, dass ihre Tools sicher, diskriminierungsfrei und nachvollziehbar arbeiten. Dies könnte zu längeren Einführungszeiten und erhöhten Kosten führen.

Auswirkungen auf maschinelle Übersetzung (MT)

Maschinelle Übersetzungssysteme wie DeepL oder Google Translate sind weit verbreitet. Unter der neuen Verordnung müssen diese Systeme besser dokumentiert werden. Um die Anforderungen der Verordnung greifbarer zu machen, werden im Folgenden einige vereinfachte Beispiele aufgeführt. Dabei liegt der tatsächliche Fokus der Verordnung auf Transparenz, Risikobewertung und Nachvollziehbarkeit, die durch diese Beispiele verdeutlicht werden sollen.

  • Datenquellen: Die verwendeten Trainingsdaten müssen transparent sein und dürfen keine Verstöße gegen Urheberrechte oder Datenschutzrichtlinien enthalten.
  • Bias-Kontrolle: Anbieter müssen sicherstellen, dass ihre Systeme keine diskriminierenden Ergebnisse liefern.
  • Erklärbarkeit: Nutzer müssen verstehen können, wie ein Übersetzungsergebnis zustande kommt.

Diese Anforderungen könnten dazu führen, dass kleinere Anbieter den Markt verlassen, während etablierte Player wie DeepL ihre Prozesse weiter optimieren.

Neue Chancen durch zertifizierte Systeme

Die Einhaltung der KI-Verordnung wird Übersetzungsdienstleistern und Unternehmen, die KI einsetzen, auch neue Möglichkeiten bieten. Zertifizierte Systeme schaffen Vertrauen und können Unternehmen dabei helfen, ihren Kunden qualitativ hochwertige und gesetzeskonforme Übersetzungen zu liefern. Zudem könnten neue Standards in der Branche entstehen, die Effizienz und Qualität steigern. Mit meiner Beitragsreihe möchte ich eine Vision eines zukünftigen Standards aufzeigen, da ich davon überzeugt bin, dass sich die Übersetzungsprozesse in diese Richtung entwickeln werden. Dabei liegt der Fokus auf Transparenz, Risikobewertung und Nachvollziehbarkeit, die essenziell für diese Entwicklung sind.

Herausforderungen für Übersetzungsdienstleister

Die Anpassung an die neue Verordnung bedeutet für viele Dienstleister, ihre Prozesse und Tools zu überdenken. Wichtige Aspekte hierbei sind:

  • Schulungen: Mitarbeiter müssen im Umgang mit zertifizierten KI-Tools geschult werden.
  • Investitionen: Die Implementierung konformer Systeme erfordert Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur.
  • Vertragsgestaltung: Verträge mit Kunden müssen angepasst werden, um die Einhaltung der Verordnung sicherzustellen.

Fazit: Der Einfluss der KI-Verordnung auf Übersetzungsprozesse

Die neue KI-Verordnung wird die Übersetzungsbranche grundlegend verändern. Sie bringt zwar Herausforderungen mit sich, wie die Einhaltung strengerer Regularien und potenziell höhere Kosten, bietet aber auch Chancen für die Etablierung neuer Standards und den Aufbau von Vertrauen. Unternehmen, die frühzeitig in konforme Systeme investieren, können sich einen Wettbewerbsvorteil sichern und von den Möglichkeiten der sicheren und transparenten KI-Nutzung profitieren.

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