Wie können Sie KI nutzen, um risikobehaftete Texte zu identifizieren?
Noch vor wenigen Jahren war eine fundierte Risikobewertung im Übersetzungsprozess kaum praktikabel. Zwar existierten regelbasierte Ansätze, die Faktoren wie Ausgangssprache, Kommunikationskontext (intern/extern), Auftraggeber, Abteilung, Fachgebiet oder Dateiformat berücksichtigten, doch diese Methoden waren oft zu starr und administrativ aufwendig. Heute ermöglichen moderne KI-gestützte Verfahren eine wesentlich effizientere und flexiblere Risikobewertung im Übersetzungsprozess.
Wie können Risikobewertungen im Übersetzungsprozess durchgeführt werden?
Klassische regelbasierte Systeme können spezifische Risiken erfassen, sind jedoch anfällig für Fehler und erfordern manuelle Pflege. KI-gestützte Assistenten hingegen können Texte in Sekundenschnelle analysieren und nach definierten Kriterien kategorisieren. Dadurch lassen sich aufwändige manuelle oder regelbasierte Prozesse reduzieren. KI-gestützte Assistenzsysteme steuern die Übersetzungsprozesse basierend auf spezifischen Merkmalen und sorgen für eine präzisere Risikobewertung.
Wie könnte ein Risikobewertungsprozess aussehen?
Anbei ein einfaches BPMN-Diagramm, das diesen Prozess visuell darstellt. Grundsätzlich beginnt die Übersetzungsanfrage mit dem Hochladen eines Dokuments. Der KI-Assistent prüft den Inhalt und steuert den geeigneten Übersetzungsprozess ein.

Welche Risiken können KI-Assistenten identifizieren?
Die Möglichkeiten sind vielfältig. Allerdings ist es ratsam, sich auf die wichtigsten Risiken zu konzentrieren und für jedes definierte Risiko spezialisierte KI-Assistenten zu entwickeln. Im Folgenden betrachten wir zentrale Risiken und zeigen anhand einiger Beispiele, wie spezialisierte KI-Assistenten konfiguriert werden können, um diese zu erkennen und zu minimieren.
1. Ein KI-Assistent prüft auf kulturelle Nuancen und idiomatische Ausdrücke
KI-Assistenten erkennen idiomatische Redewendungen und kulturelle Besonderheiten, die bei einer maschinellen Übersetzung problematisch sein könnten.
Mögliche KI-Assistenten-Konfiguration:
- Identifikation ungewohnter Sprachmuster
- Erkennung kontextueller Inkongruenzen
- Markierung unvertrauter Begriffe und bildhafter Sprache
2. Ein KI-Assistent prüft auf wirtschaftliche Risiken durch Fehlübersetzungen
Eine falsche Übersetzung kann finanzielle Folgen haben, etwa durch irreführende Produktbeschreibungen oder Fehlinterpretationen technischer Anweisungen.
Mögliche KI-Assistenten-Konfiguration:
- Analyse potenziell kritischer Begriffe
- Identifikation von Anweisungen, die Sicherheitsrisiken oder Produktionsfehler begünstigen könnten
3. KI-Assistenten können auch auf weitere relevante Risikokategorien prüfen
- Verletzungsgefahr: Fehlübersetzungen in sicherheitskritischen Bereichen
- Mehrdeutige oder komplexe Sprache: Risiko von Fehlinterpretationen
- Gemischte Ausgangssprachen: Notwendigkeit einer Vorverarbeitung
- Juristische Texte: Vertragliche Risiken durch falsche Übersetzungen
- Technische Anleitungen: Kritische Fehler in Bedienungs- und Wartungsanweisungen
- Marken- und Urheberrechtliche Risiken: Übersetzungsbedingte Verstöße gegen geistiges Eigentum
- Regulatorische Compliance: Abweichungen von branchenspezifischen Vorschriften und Normen
- Und vieles mehr …
Wie kann die Zuverlässigkeit der KI-Assistenten sichergestellt werden?
Eine erfolgreiche Implementierung erfordert ausführliches Testing. Die KI-Assistenten müssen wiederholt evaluiert und optimiert werden, um präzise Ergebnisse zu liefern. Initial erfordert dies zwar einen gewissen Zeitaufwand, langfristig bietet es jedoch erhebliche Effizienz- und Kostenvorteile.
Fazit: KI als Sicherheitsfaktor im Übersetzungsprozess
Im Kontext der neuen KI-Verordnung gewinnt die Risikobewertung im Übersetzungsprozess an Bedeutung. KI-Assistenten können dazu beitragen, maschinelle Übersetzungen sicherer und verlässlicher zu machen, indem sie potenzielle Risiken bereits im Vorfeld erkennen und die relevanten Prozesse ansteuern.
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